175 Jahre Kinderklinik Würzburg

Die Kinderklinik Würzburg feiert ihr 175-jähriges Bestehen. Gegründet im November 1850, gilt sie als erste Universitäts-Kinderklinik der Welt. Was mit zwei Zimmern und 15 Betten begann, entwickelte sich über viele Jahrzehnte zu einer zentralen Einrichtung der Kinder- und Jugendmedizin in Unterfranken.

Schon zur Zeit ihrer Gründung verfolgte die Klinik einen neuen Ansatz. Kinder sollten nicht länger wie kleine Erwachsene behandelt werden, sondern eine eigene medizinische Versorgung erhalten. Mit der Verbindung von klinischer Betreuung, Forschung und Lehre setzte Würzburg früh Maßstäbe in der Kinderheilkunde.

Im Laufe der Jahre wuchs die Klinik und passte sich den medizinischen Anforderungen ihrer Zeit an. Heute verfügt sie über 115 Betten. Eine wichtige Aufgabe übernimmt die Notaufnahme, in der jährlich rund 10.000 Kinder versorgt werden.

Auch baulich entwickelte sich der Standort weiter. Zuletzt wurde 2020 ein neues Funktionsgebäude in direkter Nähe zum Hauptgebäude eröffnet, das die bestehenden Strukturen ergänzt und moderne Arbeitsbedingungen ermöglicht.

Für Familien mit Mukoviszidose ist die Kinderklinik Würzburg seit vielen Jahren ein wichtiger Anlaufpunkt. Die kontinuierliche Betreuung und die enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachbereiche prägen die Versorgung.

Das Jubiläum erinnert an 175 Jahre medizinischer Entwicklung – und an den Anspruch, Kinder auch in Zukunft mit Fachwissen, Erfahrung und Verantwortung zu begleiten.